Bei SPY II 39 liegt der eigentliche Entwurf nicht nur in der äußeren Form, sondern im zerlegbaren Aufbau. Deltalight überarbeitet damit einen etablierten Architekturstrahler und verschiebt den Schwerpunkt auf Wartung, Konfiguration und präzise Lichtführung.

Der belgische Hersteller Deltalight startet mit SPY II 39 die Erneuerung seiner SPY-Reihe. Das Modell bleibt formal zurückhaltend, arbeitet jedoch mit einer deutlich erweiterten technischen Basis. Für Planerinnen und Planer ist vor allem interessant, dass die Leuchte nicht als starres Produkt gedacht ist, sondern als System, das sich an unterschiedliche Anwendungen und spätere Anpassungen anschließen lässt.

Oliver Waidmann, Regional Director DACH, ordnet die SPY-Familie als langjährigen Bestandteil des Sortiments ein. Mit der neuen Generation solle der architektonische Charakter erhalten bleiben, während Gestaltungsspielraum und technische Optionen ausgebaut würden. Der Anspruch zielt damit weniger auf sichtbare Effekte als auf kontrollierbare Lichtqualität im Raum.

Wartbar statt festgelegt
Ein zentrales Merkmal von SPY II 39 ist die modulare Konstruktion. LED-Module, Elektronik und Optiken lassen sich vor Ort austauschen oder aktualisieren. Das ist für Architekturprojekte relevant, weil Leuchten häufig über viele Jahre Teil eines Raumkonzepts bleiben, während technische Anforderungen sich verändern können.
Deltalight führt das Modell als verstellbaren Strahler, als Pendelleuchte und als Pendelleuchte mit durchgehendem Rohrpendel. Die Varianten folgen einer gemeinsamen Formensprache. Dadurch lassen sich verschiedene Lichtsituationen innerhalb eines Projekts planen, ohne dass jede Anwendung gestalterisch neu verhandelt werden muss.

Auch die Oberflächen sind stärker ausdifferenziert. Neun Varianten reichen laut Hersteller von puren architektonischen Ausführungen bis zu warm metallisch gebürsteten Tönen. Gehäuse, Front, Scharnier und Montageelemente können individuell kombiniert werden. So entstehen zurückhaltende Ton-in-Ton-Lösungen oder bewusst gesetzte Kontraste.
Lichttechnik für differenzierte Szenen
Technisch deckt SPY II 39 ein breites Spektrum ab. Deltalight nennt bis zu 1.089 Lumen bei 8,6 Watt. Die Farbwiedergabe ist mit CRI 90 oder CRI 97 angegeben, die Farbtemperaturen reichen von 2.700 bis 4.000 Kelvin. Ergänzend stehen Soft Dim und Tunable White zur Verfügung.

Für die Lichtverteilung sind Abstrahlwinkel von 15 bis 55 Grad vorgesehen. Focus-, Wallwash- und Framer-Optionen erweitern die Einsatzmöglichkeiten, etwa für Akzentlicht, Wandflächen oder präzise begrenzte Lichtfelder. Zubehör wie Wabenraster und Streulinsen erlaubt eine weitere Anpassung an Raumsituation und Sehkomfort.
Damit richtet sich der Strahler an Wohn-, Hospitality- und Objektprojekte, in denen Licht weniger als dekoratives Einzelobjekt gelesen wird, sondern als Teil der architektonischen Ordnung. Die reduzierte Form unterstützt diesen Ansatz: Die Leuchte bleibt sichtbar, drängt sich aber nicht vor die räumliche Wirkung des Lichts.

Wohnraumplanung und Messeauftritt
Zum Produktumfeld gehört der Thesaurus Residential, ein Leitfaden für Wohnraumbeleuchtung. Er soll technisches Wissen mit gestalterischen Fragen verbinden und zeigen, wie sich Licht in Wohnkonzepte einfügt. SPY II 39 wird damit nicht isoliert als Einzelleuchte betrachtet, sondern als Baustein einer durchgearbeiteten Lichtplanung.

Deltalight präsentiert SPY II 39 auf der architect@work in verschiedenen Städten. Waidmann verweist dabei sinngemäß auf den Austausch mit Architektur- und Planungsteams. Für ein Produkt wie dieses ist der direkte Eindruck tatsächlich naheliegend: Viele seiner Qualitäten liegen nicht in einer einzelnen Kennzahl, sondern im Zusammenspiel aus Optik, Oberfläche, Ausrichtung und Wartbarkeit.



